Coworking Space: Gemeinsam arbeiten in Vorpommern – auch im alten Gewölbe | Nordkurier.de

2021-11-16 15:30:09 By : Ms. Lena Fan

Die Arbeitswelt verändert sich und in Großstädten gehört sie mittlerweile für viele zum Arbeitsalltag, der sogenannte Coworking Space. Hinter diesem Anglizismus steht ein Geschäftskonzept, bei dem Arbeitsplätze und die notwendige Infrastruktur wie Internet, Drucker oder Besprechungsräume zeitlich begrenzt zur Verfügung gestellt werden.

In diesen Büros kommen Menschen aus den unterschiedlichsten Branchen zusammen, was viele als sehr bereichernd empfinden, da so neue Netzwerke und der Austausch mit anderen Berufen ermöglicht werden. Zudem sind die geringeren Kosten im Vergleich zu einem Einzelbüro und die flexible Arbeitsfläche für viele ein entscheidender Vorteil.

Auch in Vorpommern werden mittlerweile vielerorts solche modernen Arbeitsmöglichkeiten angeboten. Neu hinzugekommen ist das „Volksbüro“ im Zentrum von Wolgast, ein Eckhaus an der Steinstraße 11. Das Haus war rund 100 Jahre im Besitz der Volksbank Wolgast, war zuletzt aber nur mit einem Geldautomaten ausgestattet. Dann wurde es zum Verkauf angeboten. Martin Schröter und Sebastian Jacobs nutzten die Chance.

„Als dieses Gebäude an diesem strategisch einzigartigen Ort entstand, musste ich zuschlagen“, erklärt der umtriebige Schröter, der unter anderem Vorsitzender des Tourismusverbandes Vorpommern und Geschäftsführer des benachbarten Familienhotels „Postel“ ist. Jacobs ist ein regional sehr engagierter Architekt und Projektentwickler, der auch an der Entstehung des „Postel“ beteiligt war.

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„Ich wollte auf dem Gelände nicht nur ein klassisches Büro anbieten, das die Stadt in keinster Weise belebt. Büros auf Ladenebene sind der Tod jeder Innenstadt, weil da keiner reingeht, es keinen Austausch gibt“, ist Martin Schröter überzeugt.

Sie übernahmen das Gebäude im Herbst 2020 und begannen Anfang Januar mit der Renovierung des Erdgeschosses. Seit September können die Räumlichkeiten des „Volksbüros“ angemietet werden. Der Name ist eine Variation von Bankenzeiten. „Wir wollten Anglizismen vermeiden, weil viele Leute nicht wissen, was sie mit dem Begriff Coworking anfangen sollen“, erklärt Schröter. So blieb die erste Silbe der ehemaligen Volksbank erhalten und nur die Endung wurde durch "-büro" ersetzt.

Im Eckgebäude sind fünf Arbeitsplätze mit höhenverstellbaren Schreibtischen und schneller Internetverbindung entstanden, die rund um die Uhr genutzt werden kann. Auch Farbkopierer und Drucker stehen zur Verfügung, sowie Schließfächer für Dokumente oder Arbeitsutensilien, die man nicht ständig mit sich herumschleppen möchte.

Filztrennwände zwischen den Tischen sorgen für eine bessere Akustik, damit beispielsweise Telefonanrufe anderer Mieter nicht durch den ganzen Raum hallen. In der kleinen Küchenecke können Sie sich bequem einen Kaffee oder Tee zubereiten. Und natürlich gibt es auch einen Sanitärbereich.

Aber wenn man das Büro betritt, fällt als erstes eine riesige Stahltür auf. Es schützte früher die Wertsachen der Bankkunden, die im dahinter liegenden Tresor aufbewahrt wurden. Nun soll der kleine fensterlose Raum, der natürlich über ein modernes Belüftungssystem verfügt, zum Beispiel für Besprechungen genutzt werden.

Für rentables Arbeiten, dh um die anfallenden Kosten zumindest zu decken, müssten immer etwa drei bis vier der Plätze belegt werden. Die Räumlichkeiten werden bereits für Projektmeetings und Workshops genutzt. „Ich gehe davon aus, dass wir hier in Zukunft in sehr großen Zyklen eine wechselnde Crew haben werden, schließlich sind wir keine Studentenstadt“, sagte Schröter.

Die Betreiber sind nicht an Stunden- und Tagesmieten interessiert. „Wir sind kein Internetcafé, eine Woche oder länger sollte es sein“, erklärt Martin Schröter.

In den vergangenen Corona-Monaten hat sich für viele die Arbeitsweise verändert. Manche wechselten vom Firmenbüro ins Homeoffice, manche vielleicht sogar dauerhaft. Doch nicht jeder hat den Platz zum Arbeiten zu Hause oder möchte Geschäftskunden in den eigenen vier Wänden empfangen – eventuell am Küchentisch. Eine Alternative bietet der Coworking Space.

Auch für Selbständige kann es praktisch sein, hier ab und zu ein Zimmer zu mieten. Ein Handwerker, der hier abends im Büro ruhig seine Rechnungen schreiben kann, der aber kein Büro dauerhaft mieten und einrichten möchte. Die Kosten lägen laut Schröter je nach Nutzungsintensität zwischen 200 und 300 Euro im Monat.

Auch Start-ups, die noch kein eigenes Büro haben, können die Räumlichkeiten für Meetings nutzen. „Das hat etwas mit einem Lebensgefühl zu tun“, sagt Schröter. „Die Menschen sind auf Unabhängigkeit und Flexibilität angewiesen. Und das ist die Lebensweise, mit der wir umgehen müssen. Auch wenn dies in kleineren Städten wie Wolgast vielleicht noch nicht zum Standard gehört. "

cowork Greifswald bietet nach eigener Aussage Raum für all jene, die aus dem Homeoffice herauskommen und ein kreatives Arbeitsnetzwerk nutzen wollen. Bis zum Umzug in die alte Mensa stehen derzeit Räume im Technologiezentrum Vorpommern TZV in der Greifswalder Brandteichstraße zur Verfügung.

Die 2018 geschlossene Mensa am Schießwall (Am Schießwall 1-4) wird derzeit im Rahmen der Landesinitiative #digitalesMV zu einem von sechs digitalen Innovationszentren des Landes umgebaut. Angesiedelt in der Greifswalder Innenstadt sollen neben den Coworking-Büros auch Netzwerkveranstaltungen und Gründungsberatung angeboten werden. In der Cafeteria sind insgesamt zehn Arbeitsplätze sowie zwei Besprechungsräume und eine Terrasse geplant.

Anmeldung bei Annelie Bänsch per E-Mail unter [email protected] oder Telefon 03834 550 107. Und unter: cowork- Greifswald.de

Volksbüro In der Steinstraße 11 in Wolgast. Kontakt telefonisch 03836 2374383 und unter: www.post-aus-wolgast.de

Coworking Space Ueckermünde im Kulturspeicher Ueckermünde

Die Betreiber werben mit schönen Räumen und flexiblen Arbeitsplätzen im Kulturhaus. Darüber hinaus soll dieser Coworking Space auch eine Plattform für die unkomplizierte Anmietung von Konferenzräumen oder Veranstaltungsräumen in repräsentativem Ambiente sein – egal ob einmalig oder regelmäßig.

Insgesamt gibt es acht Arbeitsplätze, alle mit WLAN. Zu diesem Zweck wird ein extra Telefonraum zur Verfügung gestellt. Auf Wunsch wird auch auf einen möglichen Austausch mit den anderen Nutzern des Co-Working Space hingewiesen.

Sie finden es in der Bergstraße 2 in Ueckermünde (im Dachgeschoss des Kulturhauses Ueckermünde).

Kontakt telefonisch: 03977 1816225 oder im Internet unter www.speicher-ueckermuende.de

Der Tagespreis beträgt 15 Euro, der Wochenpreis 70 Euro und der Monatspreis 250 Euro.

Seminar und Landhaus Schönbeck

Das Seminar- und Landhaus wirbt mit einem großen Seminarraum und vier Arbeitsplätzen, die täglich, wöchentlich oder für einen Monat gebucht werden können. Ein Konferenztisch und Stühle für bis zu zwölf Personen sind ebenso vorhanden wie Tagungstechnik, WLAN und eine Küche sowie Catering. Das Seminarhaus befindet sich in der Neu Schönbeck Straße 9 in Schönbeck.

Kontakt telefonisch: 0176 83339811 und unter www.seminar-landhaus-schoenbeck.de

Co Arbeiten & Urlaub / Rittergut Damerow

Der Co-Working Space/Café gehört zum ehemaligen Herrenhaus Damerow. Das Café mit Coworking Space ist an das Gutsmuseum angeschlossen. Ein separater Raum mit bis zu zehn Arbeitsplätzen bietet Blick auf den Dorfteich. Sie können auch auf der Terrasse oder im Garten arbeiten, so die Betreiber. Der Caféraum bietet Platz für bis zu 30 Personen. Alle Räume können genutzt werden und die Räume können auch für Tagungen, Workshops oder Seminare gemietet werden. Die festen Arbeitsplätze sind jederzeit nutzbar und verfügen über WLAN.

Die Adresse lautet Schulstraße 4 im Ortsteil Rollwitz in Damerow.

Kontakt telefonisch: 01772941629 und online unter www.rittergut-damerow.de

Jetzt ansehen: Ein Besuch in Damerow mit Video (UM.tv)

Das CoWork Ludwigsburg soll ein Raum für Ideen, Teamwork und Arbeiten auf dem Land werden. Direkt neben Schloss Ludwigsburg, nahe dem Greifswalder Bodden, steht voraussichtlich ab 2022 die Coworking-Arbeitsumgebung im sanierten, historischen Taubenhaus zur Verfügung. Das CoWork befindet sich derzeit im Aufbau und soll bis Ende 2022 fertiggestellt sein Adresse ist Schlosshof 5a in Ludwigsburg.

Kontaktnummer unter 03834 855 33 66 und E-Mail an [email protected]

Weitere Informationen zum Projekt unter: smart-doerp.de/cowork-ludwigsburg

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